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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
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langen Kette, in einander greife, und so ihrenWirkungskreis nach und nach entfalte. Stattdessen bildete sie sich lieber eine Geisterwclt, diealles belebte, ein jedem Dinge ein beigeselltes un-sichtbares Wesen, welches ihm Daseyn nnd Ver-änderung gab, nnd Wirkungen und Handlungenhervorbrachte, die nun einmal so seyn mußten.-Wie die Begriffe, so natürlicherweise auch dieSpräche, welche mit jenen immer parallel ging.Nirgends allgemeine viel umfassende Ausdrükke,immer nur Malerstriche in jugendlichen ganz pla-nen und ungekünstelten Zügen, die immer nureinzelne Theile bemerkten, den Begriff des Gan-zen zu wekken. Da erst, wo die Menschen nachJahrhunderten anfingen, sich über die gemein-sten Naturbedürfnisse zu erheben, ward endlichder Pinsel feiner, und das Bild selbst lebhafterund paffender. — Izt auch merklicher Schwungin der Sprache und Vorstellungsart, wo dieNatur mit dem gebildeten Zeitalter allmahligihre Rechte antrat.

Das nämliche Schiksat begegnete dem Men-schen mit ihm selbst. Auch er blieb sich so lange

ein