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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
Seite
329
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zu machen. Ob ich nun gleich eine solche Kappe, inmanchen Fällen, sowohl mir als andern ehrlichen Leutengar gern erlaube, so scheint sie mir doch vor Ihnen, undvollends nach einer so edlen und wohlwollenden Auffor-derung, durchaus nicht geziemen zu wollen. Gleichwohlmöchte ich, durch das Bckenntniß meiner Armuth undSchwäche, die mir so behagliche Melodie Ihrer Gesin-nungen gegen mich nicht gern verstimmen.

Es ist erst seit Kurzem, etwa seit zwei oder dreiJahren, daß ich das Studium der Philosophie mit wis-senschaftlicher Ordnung und Strenge treibe. Da ichnun noch zum Unglück viel kränkele, so ist leicht ab zusehen, daß ich es wohl noch nicht so weit gebracht habenkönne, um unter die Zunftgenossenschaft mit ausgenom-men zu werden. Freilich trieb mich schon in früherenJahren ein inneres Bedürfniß, mehr als ein Mal, zurSpekulation. Allein theils brachten andere damit unver-einbare Geschäfte und Zerstreuungen mich immer wiederdavon zurück, theils fand ich auch in so mancher meta-physischen Stadt Gottes allzu wenig Rath, Beihülfe undUnterstützung, welches mich dann zum Fortfahren ver-drossen machte. So würde es geblieben seyn, wenn ichnicht endlich an das Buch der Bücher — Ihnen braucheich nicht zu sagen, welches ich so nenne — wenn ichnicht an das heilige Buch gerathen wäre, welches zumeiner angenehmsten Verwunderung so manche meinervorherigen verworrenen und dunkeln Muthmaßungen inordentliche deutliche und zuverlässige Erkenntniß verwan-delte. Das Buch der Bücher ist nun freilich seitdemfast mein täglicher Abend- und Morgensegen gewesen;