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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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respondenz zu ziehen und um Ihre schätzbare Freund-schaft ganz ergebenst zu ersuchen. Sie haben, wie ichhöre, in Göttingen die Kantsche Philosophie in Schutzgenommen. Da ich mich hier in gleichem Falle befinde,so ist es ganz natürlich, daß meine Seele mit der Ihri-gen spmpathisiren müsse. Ich habe diesem Briese einemeiner kleinen Schriften beigefügt. Wenn Sie dieseauch in Zweifel lassen sollte, ob ihr Verfasser der Freund-schaft des von seiner ganzen Nation angebeteten Volks-Dichters würdig sey, so sind Sie doch zu großmüthig, alsdaß Sie meine Schwärmerei durch Stillschweigen be-strafen sollten. Ich bin jetzt in meiner Uebersetzung derKantschen Kritik in's Lateinische begriffen. Meine Ab-sicht ist dabei vornehmlich, dem Auslande ein Werk nutz-bar zu machen, welches billig der Stolz Germaniens ist.Vielleicht gelingt es mir, durch Erleichterung und Ver-deutlichung dieses Werk faßlicher dar zu stellen und ihmdadurch einigen Vorzug vor dem Originale zu geben.In dem ersten Hauptstücke des gegenwärtig beigelegtenBüchelchens habe ich versucht, die Vernunft-Kritik imKleineren dar zu legen. Ew. Wohlgeboren belieben, mirgütigst Ihr freimüthiges Urtheil zu eröffnen, ob ich inRücksicht auf Leichtigkeit und Begreiflichkeit nicht ganzunglücklich gearbeitet habe. Wegen des im zweiten Haupt-siücke so wie hin und wieder im ersten, herrschendenTons muß ich noch erinnern, daß er mir nicht ganznatürlich ist. Es war aber nothwendig, daß ich denWald eben so zurück Hallen ließ, wie es zuerst in ihn hineingeschallt hatte; besonders, da ich mit einem sehr unduld-samen Gegner und, welches gleich viel ist, mit einem