3S5
Blätter", und sein Bruder ist Sekretair des Bischofs.Er wird an Sie schreiben, und Ihnen ein Exemplarschicken, damit Sie sich orientiren in dieser sandigenAutor-Wüste. Aber das Herz im Leibe schwillt mirvor Unwillen, daß Du, edler Aar, Dich durch solchesArbeitsel anempfehlen sollst!
Senden Sie an ihn Ihre Beiträge, und geben Siesich einen erdichteten Namen, und zwar immer den-selbigen. Halem stimmt alsdann seinen Bruder, unddieser laßt discursweise fallen, daß dieser und jenernützliche, pragmatische Aussatz von Ihnen sey.
Herzlichen Dank für Ihren lieben Brief vom 14tenMai. O, daß ich mit reiner, ungemischter Freude,oder auch nur mit mehr Hoffnung Ihre lieben Briefelesen könnte! So ganz der alte liebe Bürger in jeder Zeile!
Ich reise in einigen Tagen auf sechs bis acht Wo-chen nach Holstein. Ich werde den Bischof und GrafHolmer sehen, und werde es nicht machen, wie meinCollege am egyptischen Hofe (denn auch ich bin Ober-schenk), welcher seines Freundes vergaß. Aber mit demBischof muß man sehr behutsam in solchen Fällen seyn;legt man ihm zur Unzeit eine Sache nahe, so läßt ersie liegen. Er ist von der Art: Oui mals 8i xalperorevrrlairat unckiyue tutu8. Ich habe mit Halemdarüber gesprochen, ob etwa am Ende des Sommerses gut seyn möchte, daß Sie eine kleine Reise hierhermachten; aber diese Idee ist sehr unreif. Gott weiß,wie gern ich Sie hier umarmte! Aber umsonst willich Sie nicht hersprengen; auch möchte vielleicht derBischof Abrede wittern, und dann wäre Alles aus.