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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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In stillem und feinem guten Herzen habe ich seitJahren Ihre Schicksale tief gefühlt. Ich sage Ihnennichts von dem, was Ihrem Herzen das Nächste ist.—Aber auch Ihr Leben unter den Philistern hat michlange gekränkt. Ich kenne dieses Gesindel! Da möchteich oft den vaterländischen Staub von den Füßen schüt-teln, wenn ich bedenke, — ey! da ist was zu beden-ken, — wenn ich wie Kohlen im Herzen es fühle, daßeiner der Edelsten des Volks wie der starke Simson inder Mühle dieser Unbeschnittenen mahlen muß, sich viel-leicht vor Manchem neigen muß, ohne sich kräftiglichneigen zu können, wie jener, als er die Säulen desTempels ergriff.

Unsre Löwen sind Aeser, aber wer findet Honig inihrem Rachen?

Ich denke, Sie fühlen es, daß ich nicht unzeitigwitzeln will. Aber auch der Zorn hat seinen Witz; undwer weiß das besser, als Sie?

Einige Ihrer letzten Epigrammen, schön wie siesind, haben mich betrübt. Denn ich sehe, daß Sie mitSchurken zu thun haben. Aber nimmer hätte der Un-muth Ihnen als wahren Ernst den Wunsch eingebensollen, Ihre göttliche Kraft weggebcn zu können *).

*) Bezieht sich auf das nachstehende Epigram:Vollkommener Ernst.

Sprich, junger Freund, o sprich, was dich beweget,

Nach schnödem Dichter-Ruhm dich athemlos zu laufen?

Ha! diesen Dorn, den, ach! mein Wohlseyn in sich trägt,

Den Satans-Engel, der mein Glück mit Fäusten schlägt,Wollt' ich, — o, könnt' ich nur! — spottwohlfeil dir verkaufen!