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nn unverdrossener Beharrlichkeit; und auf meine Fähig-keiten kann ich mich, Gottlob! verlassen.
Bis künftige Johannis muß ich noch mein hiesigesAmt verwalten, mithin kann der Anfang der Ausführungerst auf Michaelis fallen, und bis dahin läßt sich viel-leicht noch Manches besser überlegen und wählen.
Das ist freilich der wichtigste Punkt, das künftigeHaupt - Studium so zu wählen und in solche Grenzenzu setzen, daß sowohl Neigung und Ehrgeiz, als auch dienothwendige Begier zu einigem Erwerbe Befriedigungerhalten mögen. Da es wohl äußerst schwer, wenn nichtvielleicht gar unmöglich seyn würde, alle diese Triebe ingleichem und dem höchsten Maße zu befriedigen, so er-gebe ich mich willig darein, daß Einer dem Andern zuGefallen Manches Nachlasse und ausopfere, wenn nureine erträgliche Temperatur bleibt, und besonders derEinträglichkeit nicht gar zu viel aufgeopfert werden muß»— Jurisprudenz, ich meine die gemeine, gewöhnliche,und so wie sie freilich am ergiebigsten ist, scheint mir,unter uns, ein des Menschen gar zu unwürdiges Stu-dium zu seyn. Es ist eine Gelehrsamkeit, die kaum bisan die Stadt- oder Landesgrenze dafür gelten kann»Ueber dieselbe hinaus ist sie Stroh. Es müßte dennanders Einer, der z. B. den Staats-Kalender aus-wendig weiß, auch ein Gelehrter zu heißen verdienen.Zwar kann Jurisprudenz allerdings auch bis zum Wis-senschaftlichen empor veredelt werden; aber alsdann —dürfte sie auch noch weniger als irgend ein anderesStudium einbringen. Selbst ein Montesquieu würde we-niger Zuhörer, als der alltäglichste Pandecten-Ritter haben.