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als man empfindet, wenn man ein an Geist, Herz undSinnen so behagliches Buch liefet. Das haben Siebrav gemacht, daß Sie Lateinische Schrift gewählthaben; ich werde es ebenfalls bei meinen Gedichten so-wohl, als auch künftig bei der Ausgabe meines Homerslhun, wenn diese anders nicht eine allzugroße Gleich-gültigkeit des Publicums zurückhaltcn sollte. Sauer,mein Lieber, wie Sie sagen, ist diese Arbeit freilichgewesen, und undankbar wird sie in Rücksicht aufdas Publicum höchst wahrscheinlich auch seyn; alleinsie hat mir doch auch manches Vergnügen gewährt. Dasie nun größtentheils überstanden ist, so mag ihr Lohnseyn, welcher er will. Sie haben mir aber, lieberMann, einen Stachel in's Herz gestoßen, daß Sieschon in dem ersten Gesänge Versifications-Fehler —-wenn Sie sie gleich nur klein nennen — bemerkt habenwollen. Das will fast meinen Muth erschüttern, weilich blinder Hiob sie, trotz meines nochmaligen Durch-lesens, nicht entdecken kann, es müßten denn anderseinige durch Druckfehler entstanden seyn. Druckfehlersind leider mehrere eingeschlichen, so kräftige Protesta-tionen ich auch zum voraus bei Göckingk eingelegt hatte.Dieses ist nun einmal bei unserm Deutschen Drucker-wesen ein so eingerissener Gräuel, daß es sich vermuth-lich nicht eher damit geben wird, als bis einmal alleSetzer und 6orr6otors8 aus ganz Deutschland zusam-mcngebracht und durch eine Preußische Grenadier-Gassevon 500 Mann drei Tage lang, jeden Tag 12 Mal,in Summa also 36 Mal gejagt werden» Das möchtevielleicht für die Zukunft etwas helfen.