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Bürger an Gleim *).
„Appenrode, den SLsten Juli 1782.
Der Brief von Gleim war mir das, was ein Re-gen meinen verschmachtenden Feldern nach länger alsvierteljähriger Dürre seyn würde. Die Beitrage zumMußen-Almanach kamen noch zur rechten Zeit. Ichweiß nicht, ob ich unter Alles Gleims Namen setzensoll? — Doch — warum das nicht?
Schmidt ladet mich zu Beiträgen zu seiner „Halber-städtischen Anthologie" ein, setzt mir aber dabei- eineperemtorische Frist nur von vierzehn Tagen. Der böseMann! mich nicht früher aufzufordern! Hat mir jeetwas recht herzlich leid gethan, so wird es nur dasseyn, nicht in der Gesellschaft meiner trefflichen Lands-leute an dem Preise der Guten mit schmausen zu können»
Wenn Sie, Theuerster, nach Hoffgeismar reisen, sosteht uns mehr als ein Weg zu leiblicher Umarmungoffen; am liebsten wäre mir's, Bester, Sie hier zu um-armen. Sie werden mich zwar in einer durchräucher-ten Kamtschadalen-Hütte finden, allein ich selbst will soherzlich froh und freundlich seyn, daß Sie auf AllesAndere außer mir gar nicht achten sollen, wenn Siemich nur ein bischen lieb haben. Uebrigens lieben Sieja doch Wälder, Felder, Berge mit alten Ruinen, Fel-sen und dazwischen ein schönes Thal mit einem Schmcr-
*) S. literar. Convers.-Bl. 1822. Nr. 32. S. 128.
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