den, ist gesonnen, eine neue Sammlung der lieblichstenMelodien bekannt zu machen und hat mich gebeten,ihm auf dem beliebten Wege der Pränumeration beimeinen Freunden und Bekannten behülflich zu seyn.Wie kann ich einem Manne von seinen musikalischenVerdiensten, einem Manne, welchen ich, wenn ich Ale-xander wäre, einzig und allein, mit Ausschließung allerAndern, autorisiren würde, meine Lieder zu setzen, seineBitte versagen? Und wer sollte mir zur Beförderungseines Interesse wohl eher einfallen, als mein Gleim,der Freund alles Schönen?
Der Doctor Weiß ziehet in der Composition gerndie ungedruckten Lieder den bereits gedruckten aus ver-schiedenen Ursachen vor. Noch könnte für eine oderzwei Compositionen in seiner Sammlung Platz gemachtwerden. Er wünschte daher recht sehr, zwei oder meh-rere recht süße, sangbare und ungedruckte Texte vonmeinem Gleim, und zwar bald zu erhalten. Ohnstreitighaben Sie dergleichen vorräthig, und ich vereinige daherseine Bitte mit meinem Wunsche. Ich darf fast mitZuversicht versichern, daß Sie sich selbst in der zukünf-tigen reizenden Melodie noch einmal so wohl gefallenwerden; denn noch ist mir kein Componist bekannt, derdie ursprüngliche Seelenmelodie des Dichters, bei Ver-fertigung des Stücks, ohne alles Zuthun desselben, soglücklich zu treffen wüßte. So vortreffliche Melodienauch die erste Sammlung dieses Tonkünstlers enthält,so wird doch diese neue Sammlung die erste noch weitübertreffen. Es werden an die zehn Melodien zu mei-nen Liedern darin mit erscheinen, und ich kann sagen.