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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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anzuführen, ziemt mir nicht. Aber wenn er leere Briefeohne Geist und Inhalt beantworten; wenn er schlechteVerse loben, oder gar zu guten umschaffen sollte: dannließ er sich freilich meistens saumselig finden, und magauch dadurch wohl manches Menschen Wohlwollen ver-scherzt, und sich nach seinem Tode noch manche unglimpflicheBeurtheilung zugezogen haben. Allein auch nicht Alle,denen er wichtigere Dienste geleistet hat, scheinen sichderselben dankbar zu erinnern.

Zn Ansehung des Briefschreibens dürfte übrigensdoch Mancher, den Bürger gewiß werth schätzte undunter seine Freunde rechnete, ja seine allerbesten Freundedürften oft am meisten Ursache gehabt haben, sich überihn zu beklagen; und wenn die Unterscheidung einessehr berühmten Mannes, der die Gelehrten insgesammtin Briefschreibende und nicht Briefschreibende abtheilt,allgemein angenommen wäre: so behauptete Bürgerallerdings eine der ersten Stellen unter den Nichtschrei-benden. Es ging ihm, wie Rousseau. Wann erden Brief bekam, war er fest Willens, ihn zu beant-worten; er verschob es aber, von einem Posttage zumandern, so lange, bis er sich zuletzt des langen Auf-schubes schämte und gar nicht schrieb.

Gleichwohl scheuete er die mechanische Arbeit desSchreibens so wenig, daß ich vielmehr seine Unverdrossen-heit im Abschreiben seiner Gedichte und Aufsätze oftbewundert habe. Wann ein Gedicht vollendet war,wurde es von ihm sauber und gemeiniglich auf demfeinsten Papier abgeschrieben, und wenn in der Folgein dieser Abschrift nur einzelne Wörter verändert wurden,