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Mancher, welcher den Stein schon aufgehoben hatte, derBürgern, den leichtfertigen, unbesonnenen, ausschweifen-den, Religion und Sittlichkeit mit Füßen tretenden Bür-ger, treffen sollte, den Arm beschämt sinken ließe, und,nach besserer Ueberlegung, den Stein wohl gar unwilligüber sich selbst, wieder von sich würfe. Und das solltemir wohl nicht ganz mißlingen, wenn ich Bürgers Hand-lungen in den letzten fünf Jahren seines Lebens, wennich zumal die Geschichte seiner letzten unglücklichen Eheausführlich erzählen dürfte. Allein da ich das nicht thunkann, ohne ein großes Buch zu schreiben und, wasmehr ist, ohne manche noch lebende Personen zu com-promittiren: so muß ich mich damit begnügen, nur das-jenige anzuführen, was ich von seinen guten Eigenschaf-ten im Allgemeinen sagen kann. Auch seine Fehler, inso fern sie mir bei einem genauen und sehr vertrautenUmgänge bemerklich geworden sind, werde ich nicht ver-schweigen.
Was Bürgern, als Menschen betrachtet, am meistenauszeichnete, das war ein ungemein hoher Grad vonHerzensgüte und Wohlwollen gegen alle Geschöpfe. Ichhabe wenige Menschen gekannt, welche ihn darin über-troffen hätten. Diese Heczensgüte und dieses Wohlwol-len gegen Andere zeigte sich nicht blos durch wörtlichgeäußerte Theilnahme an fremdem Unglücke; sondern erpflegte es auf die thätigste Art zu beweisen, wie innigund aufrichtig seine Theilnahme war. Bei der großenBerühmtheit seines Namens wurde er sehr häufig vonfremden Abenteurern überlaufen, und nicht selten auchvon wirklich hülfsbedürftigen Gelehrten und Künstlern *