nicht die Schotten, die sich den unwürdigen Waffen-stillstand nicht gefallen ließen, nebst einigen wenigenEngländern, die sich nachher zu ihnen gesellten, nochfesten Fuß im Lande behalten, so wäre das ganzeKönigreich ein Raub der papistischen Pfaffenpartei ge-worden.
Der König und seine Anhänger, vor allen der Mar-quis von Ormond, der unmittelbar nach dem ge-schlossenen Waffenstillstands zum Lord-Lieutenant vonIrland beeidigt wurde, waren weit entfernt, das treu-lose Betragen der Rebellen gebührend zu ahnden.Schmeichelworte und Wohlthaten, selbst auf Kosten derProtestanten, wurden vielmehr an sie verschwendet, umsie ruhig zu erhalten. Ja, Ormond ging in seinemEifer noch weiter, als der verwegenste Höfling: ersuchte den schändlichen Waffenstillstand, wo möglich,in einen noch schändlichem Frieden zu verwandeln.
In dem Vertrage wegen des Waffenstillstandes warden Rebellen nachgelassen worden, ihre Beschwerdendem Könige vorzulegen. Unter dem Vorwände, dieseszu thun, wurden Unterhändler an den Hof nach Ox-ford gesendet, um vielmehr einen Frieden zu Standezu bringen. Allein die ersten Vorschläge dazu wurdenselbst von des Königs Räthen so ausschweifend befun-den, daß sie zurückgenommen werden mußten. Andere,die an ihre Stelle traten, hießen zwar so gemäßigt, daßdie Irländer gar nicht als freie Unterthanen bestehenkönnten, wenn sie nicht angenommen würden; alleinauch diese waren noch immer so hoch gespannt, daß sie,wie die ersten, hätten zurück gewiesen müssen, obgleich