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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
418
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kein Porto kosten; und Sie können antworten, wannund wo sie wollen, oder können es auch gar unter-lassen. Behagt es Ihnen aber, sich mit mir abzuge-ben, so muß ich nur Eins voraus bedingen. Es wirdvermuthlich Kämpfe zwischen uns geben. Freilichkeine feindseligen Kämpfe, mithin auch keine Streicheund Stöße, von Erbitterung und Bosheit geführt.Aber Kampf bleibt doch immer Kampf, wenn es auchgleich nur ein Lustkampf seyn sollte. Das Blut ge-räth dadurch in Wallung, und in dieser Wallungläßt sich ein Angriff, ein Streich, ein Stoß nicht im-mer so abmessen, daß er ganz und gar nicht wehethun sollte. Das müssen Sie mir niemals übel neh-men, wenn ich Ihnen treuherzig zum voraus ver-sichere, daß ich Ihre Verdienste unendlich hochschätze,und daher nie zur Absicht haben kann, Sie zu belei-digen. Ich verspreche Ihnen dagegen von meinerSeite ein Gleiches. Mir ist es, wie Ihnen, umWahrheit zu thun; ich liebe, wie Sie, Alles, wasDeutsch ist, und wüßte nicht, daß ich einen heißemWunsch hätte, als den, mich um mein Vaterlandverdient zu machen. Ist irgend in dem ganzen Ge-biete der Wissenschaften etwas werth, daß Männer sichdamit beschäftigen, so ist es die Muttersprache. Siekann zu allem klebrigen sagen: Ohne mich könnt ihrnichts thun. Ja, sogar all euer gutes oder schlechtesThun hängt von mir ab. Wer mich verachtet, derwird wieder verachtet von seinem Zeitalter, und schnellvergessen von der Nachwelt. Wer schlecht schreibt,und schriebe er auch noch sehr vortreffliche Sachen, ist