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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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ten philosophische Prüfung aushielten. Die Aussprachezur allgemeinen Richtschnur machen zu wollen, habenSie mit Recht eine unphilosophische Lehre genannt, wie-wohl ich mich selbst ehedem von ihrem Scheine verblen-den lasten, sie für unumstößlich zu halten. Ich Thor!Mir nicht einfallen zu lassen, daß man in jeder Pro-vinz, in jeder Stadt, ja in jedem Dorfe mehr oderweniger anders ausspricht! Aber es ist mehr ehrlichenLeuten so gegangen.

Freilich wäre die Regel ihrer Allgemeinheit undleichten Anwendung wegen vortrefflich gewesen, wenndas fatale Wenn sie nicht ganz und gar unbrauchbarmachte. Und ich zweifele, daß sich eine andere, ebenso allgemeine wieder aufstellen lassen werde. Wennaber unsere liederliche Orthographie wieder in Zuchtund Ordnung gebracht werden soll, so wird schwer-lich eine einzige hinlänglich seyn, sie wieder unter dasJoch zu bringen.

Die bisherige Anarchie, so viel auch mit Recht darü-ber geklagt worden seyn mag, kann doch vielleicht dazudienen, daß sich am Ende Alles wieder in eine neueund bessere Form setzt. Wenn daher die alte Fehlerhatte, wenn diese wirklich zu dem HobbesianischenKriege Anlaß gaben, so höre und lese es ich doch un-gern, wenn Schriftsteller der ersten Ordnung die Re-bellen wieder zu der Orthographie unserer Bibeln, Ge-sangbücher, Frachtbriefe und Lotterie-Zettel zurückru-fen. Eben diese Orthographie hat die Empörung ver-anlaßt, und wird sie in kurzen wieder Hervorbringen,