Druckschrift 
3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
411
Einzelbild herunterladen
 

411

Y.

Das y, da der Haufe derjenigen, die es in denmeisten Wörtern nicht mehr gebrauchen, fast größer,als der Anhänger desselben ist, dächte ich, schafftenwir gänzlich ab. Für das Gehör und den Verstandverlieren wir dadurch nicht das Mindeste. Es kannseyn, daß es ehedem zu Bezeichnung eines besondereneigenthümlichen Lautes dem alten Ottfried nöthiggewesen ist. Allein dieser Laut ist längst verloren ge-gangen. Was machen wir also noch jetzt mit demüberflüssigen Zeichen, da das i das nämliche thut? Eineinziger Einwurf könnte aus der Zweideutigkeit her-genommen werden in den Wörtern sein, «uns, undsein, 088«. Allein ich wüßte kaum eine Stelle, woder Zusammenhang nicht sogleich alle Dunkelheit undZweideutigkeit aushöbe.

In fremden Wörtern aber, dächte ich, behieltenwir es hergebrachter Maßen bei. Z. B. Hysterisch,Nymphe.

H.

In Ansehung des h wäre wohl die Mittelstraßedie beste. Als Dehnungszeichen könnten wir es füg-lich in Wörtern weglassen, die wir ohnehin dehnen.Als z. B. Mut, Gut, Hut, Teil, verteidigen, Trane,Tran, Not, u. s. w. Wo es zum Stammworte ge-hört, da müßte es nothwendig bleiben. Z. B. glühen,er glüht, blühen, ziehen.

A.

Die Verdoppelungen desselben blieben in Aal, Saal,