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gehören. Der Lehrer der Sprache, der Wohlredenheit,der Beredsamkeit und Dichtkunst, wenn er das ist,was er seyn soll, ist also wenigstens eben so viel werth,als einer der Besten aus den drei oder vier obern Fa-kultäten. Er ist keinesweges der Galanterie- und Tand-Händler, der blos für den gelehrten Luxus arbeitet,und dessen Produkte allenfalls salvn kvpudlicu lito-rsria entbehrt werden könnten. Das haben von jeund je die Weisesten aller aufgeklärten Nationen ein-gesehcn, und daher die Redekünste in den höchsten Ehrengehalten.
Redekünste, gerade nichts anders, als Redekünste,und vornämlich die schönen, sind es gewesen, welchedie Barbarei der vorigen Jahrhunderte zertrümmert,welche den kalten umnebelten Geist erwärmet und er-leuchtet haben. Redekünste sind es noch jetzt, undwerden es bis an das Ende der Welt bleiben, welcheden Leuchter der Aufklärung, wenn ihn auch andereWissenschaften aufrichteten, am festesten aufrecht er-halten. Universitäten und Fakultäten gab es schon inden Zeiten der Barbarei; es gab Maulthiere mit gan-zen Säcken voll Gelehrsamkeit befrachtet; dennoch aberlagen Kälte und Nacht auf dem Geiste, und lagenso lange fort, bis Redekünste, bis die armen bespöt-telten schönen Wissenschaften erschienen, und Wärmeund Licht schufen. Redekünste haben die Rohheit derSitten abgeschliffen; sie haben schöne, gute und großeCharaktere gebildet; kurz, sie haben Geist und Herz,haben den ganzen Menschen von innen und außen ver-schönert und veredelt. Redekünste, schöne Redekünste