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fertigen. Diese Leute stiften neben dem wenigen Gutenzugleich großes Unheil für die Vollkommenheit derSprache. Wenn gleich die vernünftigsten und bestenunter ihnen den ewig wahren und unläugbaren Satzanerkennen, daß nicht der Sprachlehrer, sondern derSprachgebrauch Gesetzgeber sey, daß jener nicht für diesendie Gesetze zu machen, viel weniger sie ihm vorzuschrei-ben, sondern nur diejenigen bekannt zu machen habe,die der Sprachgebrauch für jetzt zu geben für gut be-funden hat, so handeln sie doch fast alle ohne Ausnahmedarin sehr folgewidrig, daß sie den Sprachgebrauchgleichsam zu nöthigen suchen, bei seinen einmal gege-benen Gesetzen auf immer zu beharren, vielleicht blosdamit ihre Sprachlehren nicht unbrauchbar werden.Das ist gerade eben so viel, als wenn ein Rechts-lehrer, der irgend ein Landrecht in ein Lehrbuch brin-get, welches er zwar aus den für jetzt bestehendenLandesverordnungen zu schöpfen sich für verbundenerachtet, gleichwohl sich herausnehmen wollte, demhöchsten, von seiner Wenigkeit ganz unabhängigen Ge-setzgeber zuzumuthen, daß er seine Verordnungen ewigunverändert lasse, damit nur sein Büchlein hübsch imGange bleibe. Eine höchst unverschämte Zumuthung!Gleichwohl machen unsere Sprachlehrer sich ihrer baldmehr, bald weniger schuldig. Sie wissen, daß einelebendige Sprache beständig sich verändert; sie habenyuoaä xraeterilum nicht das mindeste dawider; sierichten ihre grammatischen Regeln hiernach ein, underklären aus der ganzen Reihe von Veränderungen, dieder Sprachgebrauch mit einem Worte, oder einer Wort-