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mehr oder weniger wahre Fehler aufzuweisen hatten,diese hingegen von allen vermeintlichen Fehlern sich zureinigen im Stande ist.
Keine von allen andern scheint sich so leicht, so un-gezwungen, so natürlich, so einfach und doch so elegantvon selbst zu ergeben, daß man gleich geneigt ist, zusagen: Ja, so mußte es, und anders konnte es nichtseyn. Allen übrigen sieht man mehr oder weniger dieMühe des Machwerks, eine gewisse Operosität an, dieEinem bald den Gedanken cingibt: Es könnte dochwohl noch anders und besser seyn. Keine hat so wenigvon weiten Hcrgeholtcs, als diese; jede Modisication,jede Erweiterung scheint mit dem bequemsten Griffeaus der nächsten Nähe hergenommen zu seyn. Amallcrweitestcn her ist die Modisication, der Liebesich freien; aber Himmel! wie nahe liegt sie nichtdennoch jedem Vorstellungsvermögen zur Hand! Sieist bei ihrer vollkommen befriedigenden Eleganz undWürde am wenigsten überfüllend und überschimmernd.Keine von allen gefundenen Lesearten, ja, vielleicht keinevon den noch wenigen möglichen stellet, was in derThat Hauptsache ist, das antithetische Wechselspiel desOriginales in einem so hohen Grade der Vollkommen-heit dar, daß wenigstens ich nicht sehe, was noch zuwünschen übrig bleibe. Die ihr vorgeworfenen Fehlersind so wenig Fehler, daß sie ihr vielmehr als Verdiensteangerechnet werden müssen, weil sie auf das zweck-mäßigste zur Vollendung jenes Wechselspiels dienen.Die Einwendung gegen das heut ist, wie ich schonoben grammatisch dargethan habe, die unstatthafteste