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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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machen. Gesetzt, man könnte dieses mit dem geringstenAufwands durch das Wörtchen noch bewerkstelligen,ohne daß es das Ansehen eines pleonastischen Füllstcinesgewönne, und so lesen:

Morgen liebe, was bis heute

Nie die Liebe noch erkor!

Oder: Noch die Liebe nie erkor!

so sind doch noch zwei triftige Ursachen, übrig, dievon dieser Simplicität des Gedanken und des Aus-drucks abzuweichen, und ihm eine andere Modisicationzu geben gebieten, wenn er auch gleich dadurch etwasmehr Fülle und Schimmer erhalten sollte, als manihm wohl wünschen möchte. Ein Mal kann ich dennwohl, ohne der Logik einen, obwohl kleinen, dennochaber merklichen Zwang anzuthun, sagen: Was dieLiebe nie erkor, oder erwählte? — Der Begriffdes Wäh lens paßt sich nur zu mehrern Dingeneiner Art. A. B. ohne logischen Zwang sage ich, sichein Mädchen, sich eine Frau erwählen, weilJedermann weiß, daß es mehrere ihrer Art gibt. Al-lein die Liebe, von welcher hier die Rede ist, bin ichgeneigt, mir als etwas Einziges zu denken, das sei-nes Gleichen nicht außer sich hat. Wie kann also daein Wählen Statt finden? Oder was für andere Ge-genstände soll ich mir neben der Liebe denken, aus de-nen ich sie heraus wähle, da die Phantasie schlechter-dings nicht angeregt und auf etwas hingewiesen wird?— Hiernächst, wenn ich auch nur flüchtig an die fol-genden Zeilen und Reime der Stanze zum voraus