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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Die Rechtfertigung meines neuen Kehrreimes, dieich auf die oben bemerkten fünf Grundlagen bauete,lautet folgender Maßen.

Der Anfang: Morgen liebe, — orss umvt, —fällt von selbst in die Hände, und schließt jede Aende-rung oder Verbesserung gänzlich aus. Aber der zweiteSatz, — yui nun^uain runuvlt, kann mit Bestandder Regeln unter Nummer 3, 4 und 5 durchaus nichteben so nackt und einfach im Deutschen dargestelltwerden. Er erfordert also eine zweckmäßige Einklei-dung und Erweiterung, wodurch ihm gleichwohl vonseiner Allgemeinheit so wenig, als möglich, benom-men wird. Der Satz: Wer nie geliebt hat,begreift alle möglichen Fälle unter sich, wie undwarum er nicht geliebt hat. Vielleicht war ernur unbekümmert um die Liebe, nur gleichgültig gegensie: vielleicht aber floh, verschwor, verabscheute ersie, u. s. w. Vielleicht liebte er nicht, weil er keineGelegenheit hatte, zu lieben, weil sich ihm kein Ge-genstand darbot; vielleicht, weil er ein Vorurtheilgegen die Liebe hegte, vielleicht weil sein Herz garnicht für die Liebe organisirt und gestimmt war, u. s. w.

Es kommt nunmehr darauf an, eine solche Mo-difikation und Erweiterung des Hauptgedanken undseines Ausdrucks zu finden, die keinen der vorhin be-merkten und unbemerkten Fälle des Wie und Warumausschließt. Gedanke und Ausdruck: Wer, (odervielmehr Was, um das weibliche Geschlecht nicht aus-zuschließen,) Was die Liebe nie erkor, scheinetdies unter allen, der übrigen Umstände wegen nur