mert werdcn, nicht blos, weil dadurch die Selbstliebedes Künstlers gekränkt, sondern auch bei vielen Lesernsein Wrmsch vereitelt wird, die Freuden der Kunst zuvervielfältigen. Bon allen drei Feindinnen ist eigent-lich die letzte die widerwärtigste. Denn die Chicaneist kaum im Stande, sich so sehr zu verbergen, daßder Künstler und das Publicum sie nicht bald für daserkennen sollten, was sie ist; und alsdann wirkt sieentweder gar nichts, oder sie setzt in Unmuth undZorn. Diese Affcctcn von der wackern und rüstigenArt sind hehaglich, weil sie ein Vermögen zum Be-wußtseyn bringen, den Chicaneur, wenn man sonstwill, bei Gelegenheit so kräftig wieder zu treffen, daßer mit Ach und Weh heim, oder in irgend eine neueBücherei läuft, und bei fest verriegelten Thüren durchirgend ein Luftloch heraus über das böse Herz des auf-gebrachten Künstlers die Vorübergehenden anjammert.Die dünkelhafte Ueberweishcit erregt ebenfalls nur Af-fekten, in welchen man sich wohl fühlt: Verachtung,Spott und Hohnlache. Aber die piepende Geschmacks-gimpelei übertrifft alles Entsetzliche, was dem beson-
ermangeln dürste. Denn sie piept Alles an; was ihr nochnicht vorgekommen ist. Hier wird sie vermuthtich das bekanntePieplied von Bürgerschcn Krastausdrücken, die das Schönhcitö-gesühl zurück scheuchen, anstimincn. Sonderbar! Ich weißgar nicht, wie man gegen etwas so Vortreffliches, als Kraftist, eingenommen sehn kann, man müßte denn anders einschwacher Geschmacksgimpel sevn, der sich vor der Kraft zufürchten hat.