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Versuche des verewigten Geliert ist mir nichts Aehn-liches bekannt. Von dem Ernste, von der Achtungund dem Bestalle, womit man diese Probe aufnimmt,wird die Vollendung des gegenwärtigen Versuches ab-hangen.
Die nächste Absicht meines Unternehmens ist nunfreilich etwas eigennützig; dennoch schmeichle ich mir,daß sie keinen Vorwurf verdiene. Ist es denn einemempfindenden Wesen zu verargen, wenn es auf eineerlaubte Weise unangenehme Gefühle von sich abzuweh-ren suchet? Und ist cs etwa kein unangenehmes Ge-fühl, gleichgültige, oder gar unzufriedene Gesichter dazu erblicken, wo man auf Freunde rechnete, und, umdiese zu erwecken, gutmüthig seine besten Kräfte an-strengte? Ganz gewiß ist es sehr hart, einen der hu-mansten und edelsten Wohlgenüfse durch Unwissenheit,durch Unverstand und Geschmacklosigkeit, oder gar durchbösen Willen verbittert zu fühlen, und man darf wohldagegen Vorkehrungen machen. Dies ist der Fall, inwelchem ich mich befinde. Mir drohet Mißvergnügen,wenn ich ihm nicht durch freundliche sowohl, als strengeBelehrung zuvorkomme.
So häufig auch Schriftwerke bei neuern Ausgaben,in der Absicht, sie zu verbessern, umgeändert werden,so ist dies Unternehmen doch bei keiner Gattung somißlich, als bei Gedichten, besonders solchen, die vielenMenschen bekannt, und vollends gar lieb geworden sind.Verschlimmerungen, deren Möglichkeit eben nicht sehrfern von der Hand liegt, sind natürlich schon vermögedes Begriffes verwerflich. Noch näher liegt die Mög-