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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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tritt sie aus grober Unwissenheit, oder mit trotzigemVorsätze.

Sollten aber wohl die oben angeführten Reimevon einem richtig redenden und hörenden Hochdeutschenmit Recht getadelt werden können? Daß sie wirklichgetadelt worden sind, das kann ich versichern. Voneinigen derselben steht zu behaupten, daß sie billignicht nur vor jedem Hochdeutschen, sondern vor jedemDeutschen Ohre überhaupt als richtig gelten müßten.Wo ist wohl in irgend einem Winkel Deutschlandsein Mensch, der werfen und scharfen, Tanz undDiamants, Harz und bewahrt's, nieder-wärts und Scherz nicht vollkommen gleich tönendausspräche? Von Tanz und fand's, hat's undSchatz möchte dies zu bezweifeln sepn, weil mir zuMuthe ist, als hätte ich fand's und hat's vonmanchen Provinzialen wohl gedehnter aussprechen hö-ren, als es der Hochdeutsche durchgängig ausspricht.Wenn ein echter Hochdeutscher diese, und ein Deutscherüberhaupt jene Reime unrichtig nennet, so kann eroffenbar keinen andern Grund ansühren, als weil sichdie Wörter nicht für das Auge reimen, und das istoffenbar ein Grund, der gar kein Grund ist.

Allein in Ansehung des ch und g, in den übrigenoben angeführten Wörtern, möchten die Zweifel selbsteines Hochdeutschen gegen die Richtigkeit des Reimsmehr Anschein haben, und dieß veranlaßt mich, überihre Aussprache eine kleine Ausschweifung zu machen,besonders weil ich die Hochdeutschen Sprachlehrer,und namentlich unter diesen den größten, nämlich

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