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Diese werden insgcsammt von einem HochdeutschenOhre, nach echt Hochdeutscher Aussprache, nicht abervon dem Auge, oder nach einer andern, als Hoch-deutschen Aussprache beurtheilt.
I. Von der Richtigkeit.
Die Richtigkeit erfordert eben so viele Erklä-rungen, als es Arten gibt, gereimte Verse zu be-schließen.
Man nennt die Ausgänge der Verse männlich,wenn sie sich mit betonten Sylbcn schließen; es magnun der Ton geschärft, oder gedehnt seyn. Z. B.Wall, oder Wahl. Weiblich hingegen, wenn dievorletzte Sylbe auf eine von beiden Arten betont, dieletzte aber ganz unbetont ist. Z. B. Wälle, Wah-len. Wall und Schall, Wahl und Strahlsind daher männliche; Wälle und Schälle,Wahlen und Strahlen sind weibliche Reime.
Außer diesen, die gewöhnlich und fast überall Vor-kommen, gibt es noch, aber nur sehr wenige Beispieleeiner dritten Gattung von Reimwörtern, die meinesWissens weder männlich, noch weiblich heißen, undim Deutschen noch gar keinen festen Namen haben.Die Italiener nennen sie kirne 8«irueeiole, glei-tende Reime. Das sind solche, in denen die dritteSylbe vor der letzten auf eine von beiden Arten be-tont ist, die beiden letzten aber unbetont sind. Z. B.muthigen, blutigen; beschuldigen, hul-digen.