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Ich weiß nicht, ob dasjenige, was ich sagen werde,schon irgend wo gesagt ist. Denn nicht für meineSünde möchte ich deßhalb alle die dicken Bücher durch-lesen. Dennoch ahndet mir, daß ich ein Wespenneststören werde. Hu! Was wird's zu brummen, summenund stechen geben.
Dies, gesagt schon, oder noch ungesagt, geglaubt,oder bezweifelt, sey eine Niederlage in das Archiv mei-nes Zeitalters. Schon längst wollte ich mich hierübermeines Glaubensbekenntnisses, unbekümmert um denAb- oder Beifall meiner Zeitgenossen, entledigen.
Was ist Darstellung? Das Wort selbst sagtes deutlicher, als jede Erklärung. Wer aber so sprach-und begriffarm ist, das Wort nicht zu verstehen, derwisse: Darstellung ist Spiegel und Spiegelbild desUrgegenstandes. — Ueberhaupt, ehe ich's vergesse, seyhier ein für alle Mal bevorwortet, daß ich zu Män-nern, nicht Schülern, rede, mich aus Kauerei nichteinlassen kann, und überall straffe, kurze, schnelleSchreibart liebe.
Man merkt schon, daß ich Darstellung an denPlatz setze, wo sonst das erbärmliche Wort Nachah-mung in den Poetiken stand. Nachahmung ist einBild, kümmerlich zurück geworfen von trüber Flache:Darstellung aber bleibt und lebt zurück vom blankenSpiegel. — Nachahmer, du bist, wie überall, auchhier der ohnmächtige marklose Knecht! Du aber, Dar-steller, bist der gewaltige Herrscher, dessen Stab überdie ganze Natur reicht. Wer des Darstellers Darstel-lung wieder darstellt, das ist, wer das Urbild nicht in
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