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ein weit höheres Maß von Einsicht und Beurtheilungs-krast, als unfern philosophischen und juristischen Mata-doren, vermuthlich ein unendlich feineres moralischesGefühl, als den Edelsten unseres Volks zu Theil ge-worden ist. Diese sollen nicht der Meinung seyn, daßein Werk der Literatur auch alsdann noch seinem Ver-fasser oder Verleger eigenthümlich gehöre, wann es indas Publicum zu jedem beliebigen Gebrauche, außerzum Nachdrucke, ausgegangen ist. Eben dieselben sollenauch nicht dafür halten, daß es die gelehrten, geist- undherzreichen, geschmackvollen, beredten Schriftsteller inProsa und Versen sind, welche dem Verstände Licht,dem Herzen Rechtschaffenheit und Adel, der ganzen Em-pfindsamkeit Stimmung zu den schönsten und edelstenMelodieen, den Sitten Glatte, Geschmeidigkeit undAnmuth, allen Leibes- und Geisteskünsten Vollkommen-heit und Schönheit verleihen. Sie sollen es sich nichtträumen lassen, daß jene Schriftsteller es sind, welcheden Fürstcnthronen Festigkeit und Glanz, den StaatenReichthum, Macht und Ehre, und überhaupt demganzen menschlichen Geschlechts mehr Heil und Segenzur Vollkommenheit und Glückseligkeit in dieser undjener Welt gewahren, als ihre Kriegsschaaren mit allerGewalt wieder nieder zu säbeln, als ihre Feuergewehrcnieder zu donnern im Stande sind. Nun, wem glau-ben sie denn wohl sonst dieses Alles, wem glauben siecs verdanken zu müssen, daß sie nicht mehr über Wildeund Barbaren, sondern über aufgeklärte, edle, gesittete,milde und getreue Völker herrschen, die sie nicht mehrfür jeden wirklichen, oder vermeintlichen Frevel, nicht