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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
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verstummenden Nachtigall die Dichter zu erinnern schei-net, daß sie ihren im Lenz ersungenen Ruhm in demschwülen Nachsommer, oder kalten, feuchten Herbstenicht wieder verfingen sollen. Auch will ich mir nichtetwa das lächerlich vornehme Ansehen geben, als obder Umgang mit der jugendlichen, Geist und Herz er-hebenden Schönen unter der Würde eines gesetztenMannes sey, der auch wohl außer dem noch Eins unddas Andere gelernt hat, und auszurichten im Standeist. Denn schien mir jemals etwas des Spottes, derVerachtung werth, so war es jener dünnethuende Bet-telstolz, womit mancher Litulado sich beigehen ließ, aufdie Leyer Apollons, die er wohl gar selbst in seinerZugend gespielt, hernach aber mit dem Schreiberkielevertauscht hatte, als auf eine Kinderklapper herab zublicken. Die Ergreifung dieses gemeinen Lehr- undNährkieles ist zwar keinesweges auch dem allerhochade-lichsten Göttersohne zu verargen, wenn allerlei Leibesbc-dürfnisse ihn endlich aus der Gesellschaft der schönenPierinnen vertreiben. Aber deßwcgcn nun von ihrengöttlichen Gaben, und den edeln Vortheilen, welchediese zur Bildung des Geistes und des Gemüthes ge-währten, wie von den Pfeffernüssen der Frau Pathezu sprechen, das ist eine Thorheit, die, glaube ich, nurin dem gelehrten Deutschland Mode ist, und in Eng-land, Frankreich und Italien, wo man mehr auf Gei-stes- als Faustwerke hält, vermuthlich laut ausgepsiffenwerden dürfte. Vor einer solchen Thorheit wird michmein Bischen Vernunft und Einsicht in den Werthder Menschen und ihrer Beschäftigungen hoffentlich auf