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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
210
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als alles das im Verse stehet. Ja, sogar die überalläußerst richtig, voll und wohl tönenden Reimwörtermüssen nicht nur irgend wo im Ganzen, sondern auchgerade an ihren Stellen, um des Inhalts willen, un-entbehrlich scheinen. Und ist denn das etwa nichtschwer genug? Allerdings! Allein dem Meisterder Kunst doch nicht so gar viel schwerer und zwang-voller, als jedes andere kleine Lied. Darf denn diesesetwas andres seyn, als gleichsam ein Hauch, leicht ausder Brust empor gehoben und von den Lippen wegge-blasen, nicht aber heraus gewürgt, gehustet, geräuspert,gekrächzet, geröchelt? Wie weit ich meinen eigenenForderungen Genüge geleistet, das ziemet mir nicht zuentscheiden. So viel aber darf ich behaupten, daß meinjunger vortrefflicher Freund, August WilhelmSchlegel, dessen großem poetischen Talente Geschmackund Kritik, mit mannigfaltigen Kenntnissen verbunden,schon sehr früh die gehörige Richtung gaben, nachjenen Forderungen ohne Anstoß Sonette verfertigt hat,die das' eigensinnigste Ohr des Kenners befriedigenmüssen. Ich kann mich nicht enthalten, mit einem der-selben diese Vorrede zu würzen, und mich zugleich da-durch zu rechtfertigen, daß ich das Wort der Weihe,in meinem ganzen Leben das erste, an diesen Lieblings-jünger, dessen Meister ich gern heissen möchte, wennsolche Jünger nicht ohne Meister fertig würden, nichtwider die,Gebühr verschwendet habe: