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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
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gegen diejenigen fassen, vor welchen auch der besteDichter, vermuthlich weil er so titel- und brotlos ist,ein sehr überflüssiges Nebengeschöpf zu seyn scheint.Der Niedergeschlagene, zwar weit entfernt, auf Son-nenrang Anspruch zu machen, brauchte sich doch als-dann in der großen Welt- und Wesenkette nicht fürunnützer und verdienstloser, als wenigstens den Ze-phyr zu halten. Der Flatterer, der Tändler, derGauckler, oder wie er auch sonst gescholten werdenmag, treibt zwar weder Kriegs- und Handelsschiffe,noch große Mühlen zur unmittelbaren Leibesnahrungund Nothdurft; allein er hilft doch Blumen aus denKnospen schmeicheln und süße Früchte zur Reife brin-gen, Blumen und Früchte, welche vielen wohlgebore-nen und wohlerzogenen Gemüthern große Freude ma-chen und ungemein wohl bekommen. Er wehet denLieblingen der Natur-nach des Tages Last und Hitzedie Wohlgerüche des Frühlings zu; er trocknet demWanderer die Pfade, dem Müden die nasse Stirn ab;er kühlt dem Schnitter die glühenden Wangen, erquicktentathmete Busen, und stärkt erschlaffte Nerven zuneuen Anstrengungen. Sollten die Ansprüche des Dich-ters auf ähnliche Verdienste, wofern er sonst nur demGenius der Kunst genug thate, gegründet seyn, so wärensie ja auch wohl nicht so unbescheiden, daß sie verdienten,niedergeschlagen zu werden. Alles, was zur Vollkom-menheit und zum Wohlseyn des Menschen, der dochbekanntlich noch etwas mehr, als blos Körper ist, aufirgend eine Weise beiträgt, das verdient von verständigenund gerechten Menschen als etwas Nützliches angesehen