und des Schäfers Liebeswerbung sind nach Alt-Eng-lischen Gedichten in Percy's bekannter Sammlung;und endlich zu der Umarmung hat, wenn mir rechtist, eine Elegie des Johannes Secundus Anlaßgegeben. So lang, und nicht länger ist meine ganzeBeichte. Kaum wär' ich schuldig gewesen, sie so ge-wissenhaft abzulegen. Allen übrigen wird der schärfsteliterarischen Spürhund nichts Fremdes abriechen, esmüßte denn seyn, daß die Geschichte von Leonardound Blandine in alten Novellen, unter dem NamenGuiscardo und Gismunda, ähnlich, die Schnurre derWeiber von Weinsberg aber in alten Chroniken ver-kommt; und endlich die Handlung des braven Mannesals wahr erzählt wird. Wenn aber dies der Originali-tät Eintrag thut, so bleibt, — si psrva licet com-pouere inLAnis, — selbst Shakspeare der poe-tische Schöpfer nicht mehr. Einige wenige meinerLieder sind in Ra ml er's Lyrischer Blumenlese anderserschienen, als ich sie zuerst in den Almanachen gegebenhatte. Was ich für Verbesserung hielt, das habe ichhier ausgenommen. Wo mir aber die neue Leseartblos Veränderung schien, da glaubte ich berechtigt zuseyn, die meim'ge vorzuziehen. Vielleicht irre ich, sowohl hier, als dort.
Zum Beschlüsse muß ich noch etwas von meinerRechtschreibung erwähnen, wiewohl mir die lange Vor-rede schon selbst fatal zu werden anfängt. Ich nehmeKlopstocks Satz, der auch der Satz der gesundenVernunft ist, an: Man schreibt nicht für das Auge,sondern für das Ohr, und muß daher nicht mehr