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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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für die Nachkunst nieder zu legen. Da mir dies aberunter andern auch die Enge des Vorgesetzten Raumsverbietet, so bleibt es mir auf ein anderes Mal bevor,zu zeigen, wie eigentlich Volks-Poesie, die ich als dieeinzige wahre anerkenne, und über alles andere poetischeMachwerk erhebe, beschaffen und möglich sey. Vielenvon denen, die jetzt leben, ist das freilich Aergernißoder Thorheit. Aber Geduld! Das Joch,

Nicht auf immer lastet es! Frei, o Deutschland,Wirst du dereinst! Ein Jahrhundert nur noch,

So ist es geschehen, so herrschtDer Natur Recht vor dem Schulrecht.

Ich darf nicht schließen, ohne Eins und das Andere,was diese Sammlung im Einzelnen betrifft, erst nochzu sagen.

Man hat mir erzählt, denn ich lese solches Ge-schreibsels blutwenig, und höre überhaupt lieber, wasman hier und da sagt, als ich lese, was ein Stuben-schwitzcr schreibt, erzählt hat man mir, daß hypo-chondrische oder hysterische Personen in einigen meinerGedichte Anstoß und Aergerniß gefunden haben. Nach-dem ich solche Stellen genau vor meinem Kopfe undHerzen geprüft, so habe ich befunden, daß das Aer-gerniß nicht so wohl gegeben, als genommen war.Da cs mir nun erlaubt seyn wird, dafür zu halten,daß mein Kopf keinem Schafe, und mein Herz keinemSchurken gehöre, so habe ich solche Stellen getroststehen lassen. Eine wcitläustige Apologie dafür zuschreiben, hieße dem gesunden Menschenverstände einAergerniß geben. Denn es leuchtet schon an sich in