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Sechster Auftritt.
(England. Im Schloßgarten.)
Malcolm. Mac duff.
Malcolm.
Laß uns den einsamsten Schatten suchen, und dortunsere kummervollen Herzen leer weinen.
Mac duff.
Lieber dem Tyrannen in's Schwert gegriffen, undtapfer unser niedergestürztes Erbrecht verfochten! Je-den neuen Morgen heulen neue Wittwen, schreien neueWaisen, wiederhallt der Himmel von neuen Klagen,als ob er mit Schottland litte.
Malcolm.
Was ich glaube, darüber will ich weinen; was ichweiß, das will ich glauben; und was ich ändern kann,das will ich thun, bei günstiger Gelegenheit. Wasdu vorhin sagtest, mag wohl wahr seyn. Aber dieserTyrann, dessen bloßer Name jetzt die Zunge verletzt,wurde doch sonst für brav gehalten; ja, du selbst lieb-test ihn nicht wenig; und noch hat er dir kein Leid zu-gefügt. — Ich bin zwar jung — aber doch könntestdu durch mich dir ein Verdienst um ihn erwerben. —Es ist Klugheit, ein schwaches, armes, unschuldigesLamm aufzuopfern, um einen erzürnten Gott zu be-sänftigen.
M a c d u ff.
Ich bin kein Verräther,