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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Rosse.

Theuerste Base, ich bitte, geben Sie sich zufrieden!Ihr Gemahl ist edel, weise, bedächtlich, und weiß ambesten, was die Zeit erfordert. Wär' ich, wie Sie, ich reist' ihm auf dem Fuße nach. Viel mehr darf ichnicht sagen. Aber grausam sind die Zeiten, wenn wirfür Verräther gehalten werden, und nichts davon wis-sen; wenn wir uns fürchten, ohne zu wissen, was wirfürchten, und so, wie auf einem wilden stürmischenMeere, hin und her, Gott weiß, wohin geworfen wer-den. Jetzt muß ich wieder fort. Mein Alles Hab' ichgewagt, mich hierher zu stehlen, und nur so viel zusagen. (Der Knabe kommt.) Sieh da, mein lieber klei-ner Vetter! Gott behüte dich!

Lady.

Er hat einen Vater, und ist doch ein Waise.

Rosse.

Was ich Ihnen rieth, Lady; die Kinder mitgenom-men! Gott sey mit Ihnen! (Ab.)

Lady.

Armer Junge, dein Vater ist todt. Was willst dunun anfangen, Wovon leben?

Sohn.

Wovon die Vögel, Mutter?

Lady.

Wie? Von Würmern und Fliegen?

- Sohn.

Von Allem, was ich kriegen kann, mein' ich; siemachen's auch so.