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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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gegeben, daß sie mit Wahrheit ansängt? (Nach-dem er einen Augenblick in Gedanken gestanden, liest erweiter.)

Ich wollte, du hättest weniger verdient, damitich in Wort und That dir würdig genug dankenkönnte. Nun habe ich weiter nichts, als das arm-

selige Bekenntniß, daß ich dir mehr schuldig bin, alsmein ganzes Vermögen bezahlen kann." (Die Au-gen verlieren sich von dem Schreiben, und nach einer kleinenPause spricht er.)

Wär' aber die Auffoderung gut, warum gäb' ichder Versuchung Raum, vor deren schrecklichen Vor-stellung mein Haar empor starrt, und mein festgehef-tetes Herz so widernatürlich an meine Rippen auf-hammert? Doch, die That selbst ist minder gräß-lich, als die Vorstellung der Einbildungskraft. DieserMord, obgleich nur bloßes Hirngespenst, dröhnt derge-stalt durch jede Faser meines Wesens, daß die Ver-richtung jeder Lebenskraft in mir stockt, und nichtsmir gegenwärtig ist, als die Zukunft.

B an k o.

Seht, wie unser Gefährte durch das Schreiben ver-zückt ist.

Macb eth. (Noch immer für sich.)

Aber will das Schicksal, daß ich König sey, sokrönt mich ja auch wohl das Schicksal ohne mein Be-streben. (Liest.)

Ich habe dem Grafen von Rosse aufgetragen, dichGraf von Cawdor zu grüßen."

(Nachdem er etwas eingehalten.)