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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Macbeth. (Für sich.)

Glamis und Graf von Cawdor! Das Größteist noch zurück. (Zu Rosse.) Dank dir, edler Graf,für deine Bemühungen! (Leise zu Banko.) Hoffst dujetzt nicht, daß deine Kinder Könige seyn werden, daJene, die mich Graf von Cawdor nannten, ihnen nichtsMinderes verhießen?

Banko.

Sonderbar! Sonderbar! Aber daß dich nur derErfolg nicht reize, über den Grafen von Cawdor hin-weg nach der Krone zu greifen! Oesters locken dieWerkzeuge der Finsternis uns durch Wahrheit in unserVerderben, und bestechen uns durch unschuldige Klei-nigkeiten zu Verbrechen von den schrecklichsten Folgen.(Sieht sich nach Rosse um.) Aber ich bitte dich, lies jetztdas königliche Schreiben, damit der scharfsichtige Rvffedich keines Kaltfmns gegen die Gnade unsers Herrenbeschuldige. (Zu Rosse.) Ein Wort mit euch wertherGras! (Treten etwas bei Seite.)

Macbeth. (Für sich im Erbrechen des Briefs.)

Zwei Wahrheiten sind nun gesagt, als glücklichePrologen zu dem erhabenen Schauspiele königlichenInhalts. (Liest.) -

Mein würdiger Vetter! Das Verdienst deinerThaten ist so weit voraus, daß der schnellste Flügel derBelohnung zu langsam ist, es einzuholen."

(Spricht.) Unmöglich kann diese übernatürlicheAufforderung böse sepn. Wäre sie es, warum hättesie mir ein Unterpfand des glücklichen Erfolgs dadurch