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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Brust, den Mädchen Lochlins gleich. Kurz und wan-kend ist ihr Schritt. Sie stößt in die Lust gebrochenenLaut und schlägt die weißen Arme zusammen; dennGram bewohnt ihr Herz.

Torkul-Torno, mit grauem Haar, erseufzte sie,wo wandelst du nun bei Lulan? An den eignen dun-keln Strömen sankst du, Konban-Karglas Vater! Je-doch ich erblicke dich, Fürst von Lulan, scherzend inLodas Halle, wann die dunkel umschleierte Nacht sichunter dem Himmel dahin wälzt. Zuweilen verbirgtdein Schild den Mond. Ich habe ihn verfinstert amHimmel gesehen. Dein Haupthaar lodert ein Feuerge-bild; so segelst du durch die Nacht. Warum muß ichvergessen seyn in meiner Höhle, o König der borstigenEber? Schaue aus Lodas Halle herab auf deine ver-lassene Tochter!"

Wer bist du, rief Fingal, Stimme der Nacht?"

Sie erschrak, und wandte sich weg.

Wer bist du im Finstern dort?"

Sie fuhr in die Höhle zurück.

Der König löste die Band' ihrer Hand. Er fragtenach ihrem Geschlecht.

Torkul-Torno, sprach sie, wohnt' an Lulans schäu-mendem Strom; er wohnte jedoch in Lodas Halleschwenkt er die tönende Muschel nun. Er stritt mitStarno von Lochlin, und lange währte der finsteräugi-gen Könige Streit. Mein Vater erlag, der blaube-schildete Torkul-Torno fiel in seinem Blut. Ich hakt'am Felsen bei Lulans Strom ein hüpfendes Reh durch-bohrt. Kaum sammelte meine weiße Hand mein Haar