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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
21
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S1

Ein Luftbild umspielte sein ästiges Geweih. Die ern-sten Gesichter der Vorwelt blickten von Kronas Wolkenherab.

Dersagrena.

Die deuten Fingals Tod. Der König derSchilde ist hin; und Karakul hat gesiegt. O Komala,komm vom Felsen herab, komm, Sarnos Tochter, undweine. Der Jüngling deiner Liebe ist hin! Sein Geistumschwebt schon unsre Hügel.

Melilkoma.

Wie Komala dort so verlassen sitzt! Zwei graueHunde neben ihr schütteln die zottigen Ohren; und lech-zen dem fliehenden Lüftchen nach. Ihre rothe Wangeruht auf ihrem Arm; der Wind des Gebirges zerwehetihr Haar. Ihr blaues Auge gleitet hin nach der Ge-gend seiner Verheissung. Wo weilst du, o Fingal,denn rund herum dämmert die Nacht?

Komala.

O Karuns Strom! Warum rollt dein Wasser inBlut? Vernahm dein Strand das Getöse der Schlacht,und schläft der König von Morven? Erhebe dich, Mond,du Himmelssohn! Durchblicke dein Gewölk! Laß michschauen den Schimmer seines Stahls im Gefilde seinerVerheissung. Oder vielmehr du, o Luftgebild, duFackel unsrer geschiedenen Väter durch die Nacht, er-scheine mit deinem rothcn Strahl, daß ich finde denWeg zu meinem gefallenen Helden. Wer schützt michnun vor Gram? Wer vor der Liebe Hidallans? Um-her wird lange nun Komala schauen, bevor sie Fingaln