Druckschrift 
3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

9

Eichen flammten empor; man setzte das Muschelmahlauf. Doch traurig blieb des Königs Sinn um Karrik-Thuras bedrängten Gebieter.

Der bleiche kühle Mond stieg in Osten heran. DerSchlaf sank auf die Jünglinge. Die blauen Helmeflimmerten im Strahl. Die sinkende Flamme verlosch.Den König nur umfing kein Schlaf. In voller Rü-stung sprang er auf, und erhob sich langsam auf denBerg, der Flamme auf Sarnos Thurme nachzuspähn.

Die Flamme war trüb und fern. Der Mond ver-barg in Osten sein rothes Gesicht. Vom Gebirge fuhrein Orcan. Auf seinen Schwingen saß Lodas Geist.Mit Grausen kam er heran zu seinem Heiligthum, undschwang den düstern Speer. Wie Flammen blitztendie Augen ihm in seinem finstern Gesicht. Dem fernenDonner glich sein Ruf. Fingal streckte den Speer voranin die Nacht, und rief mit mächtiger Stimme:

Von hinnen, Sohn der Nacht! Ruse deinenStürmen, und fleuch! Was trittst du vor meinenBlick mit deinen schattenden Waffen? Schreckt deineNachtgestalt mich, unseliger Geist? Schwach ist deinWolkenschild, und schwach der Flammenschweif, deinSchwert. Ein Windhauch rollet's in Eins; und duzerschwindest in Nichts. Von hinnen, Sohn der Nacht!Ruse deinen Stürmen, und fleuch!"

Drängst du aus meinem Heiligthum mich? ver-setzt es mit. dumpfem Ton. Die Völker knieen vormir. Ich lenke die Schlacht im Felde der Starken»Völker vernichtet mein Blick. Tod hauch' ich aus mei-ner Nase. Auf Stürmen fahr' ich einher, Gewitter