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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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doch du mir erscheinen, o Liebe, wallend über dasHeidekraut! Mit wehenden Locken hinter dir her, mitschwellendem Busen von vorn, und Augen voll Zährenfür die Deinen, welche der Nebel des Hügels barg.Ich wollte dich trösten, du Liebe, dich führen in deinesVaters Haus. Aber ist sie es, die dort auf derHeid erscheint, wie ein Strahl des Lichts?Glänzend,wie der Mond im Herbst, wie die Sonne im Som-mersturm, kommst du, o Mädchen, über Felsen undBerge zu mir! Sie redet! Aber wie schwachist ihr Laut! Wie das Lüftchen im Schilfe der See."

Kommst du glücklich vom Siege zurück? Wo,Lieber, sind deine Gesellen? Ich hörte von deinemTode im Gebirge; ich hörte es, und trauerte um dich,mein Schilrik."

Ja, du Holde, ich komme zurück; doch der Ein-zige meines Geschlechts. Du wirst sie nimmer wiedersehn; ich begrub sie dort auf der Aue. Doch warumbist du in der Bergwüstenei? Warum auf der Heideallein?"

Allein bin ich, o Schilrik, allein in der Winter-behausung! Ich sank aus Gram um dich; und liege,o Schilrik, bleich in der Gruft."

Sie gleitet, sie segelt von hinnen, wie Nebelge-wölk vor dem Winde. Und willst du nicht harren,Vinvela? O harre, mich weinen zu sehn! Wie schönerscheinst du, Vinvela! Im Leben auch wärest duschön.

Sitzen will ich am moosigen Quell, hoch auf demBerge des Sturmes. Wann umher der Mittag schweigt,