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Mit diesem Ausrufe warfen sie sich vor dem Heilig-thume und dem Altäre der Göttinn nieder. Daraufbegaben sie sich zurück in Leukons Wohnung, die auchHippothous bezog, und bereiteten sich zu der Abreisenach Ephesus.
Nach dem Opfer und der Mahlzeit dieses Tagesging es an ein langes Erzählen. Jeder sagte, was erseit dieser langen Trennung gethan und gelitten. Sieerhoben sich nicht eher vom Mahle, und das Erzählenswar eher kein Ende, als bis die Nacht herein brach,da sich denn Jeder zur Ruhe begab, wo ihn die Um-stände hinführten. Leukon fand bei Rhoden, Hippo-thous beim schönen Klisthencs, der mit ihm aus Sici-lien nach Italien gezogen war, und Abrokomas beiAnthien seine Stelle. Als nun Alles eingeschlafen war,und eine tiefe Stille herrschte, so umschlang Anthiaihren Abrokomas, und weinte. „Hab' ich, sagte sie,Hab' ich endlich dich wieder, mein Geliebter, nach solangem Herumirren durch Länder und Meere! Nachdemich den Drohungen und Versuchungen der Räuber zuWasser und Lande, nachdem ich der Schmach des Kupp-lers, nachdem ich den Banden und der Grube, ja selbstder Macht des Giftes und dem Grab' entronnen bin?O du Geliebter meiner Seele, ich bin jetzt noch ebendiejenige, die ich bei unserer Trennung in Tprus war.Niemand hat mich zu einem Vergehen vermocht; wederMöris in Syrien, noch Perilaus in Eilicien; wederPsammis, noch Polyidus in Aegypten; weder Anchialusin Aethiopien, noch mein Herr zu Tarent; und ichhabe alle Künste angewandt, um dir meine Keuschheit