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den Rest meiner Tage mit dir zu verleben. Aber ach!vielleicht zerarbeit' ich mich hier vergebens, und dich hatlangst Sehnsucht und Kummer um deinen Abrokomasgetödtet! Denn das weiß ich, geliebtes Mädchen, daßdu auch in der Todesstunde meiner noch nicht ver-gessen hast."
So jammert' er, und quälte sich bei seiner Ar-beit. Anthia aber hatte mittlerweile zu Tarent einenTraum. Es däucht' ihr im Schlafe, sie läg' in denArmen des schönen Abrokomas, und genösse der erstenFrüchte ihrer Zärtlichkeit wieder. Hierauf käm' einanderes schönes Frauenzimmer, und zöge den Abro-komas hinweg von ihr. Als sie nun hierüber auf-schrie, und ihn beim Namen rief, war der Traumweg. Aus diesem Gesichte hob sie sich wieder empor,und glaubt', es wäre Alles wahr, was sie getraumethätte. „O weh mir, über alles Unglück! seufzte sie.Erduld' ich doch alles nur mögliche Drangsal! IchElende versuch' alle möglichen Künste, meine Tugendzu bewahren; und dich, Abrokomas, hat vielleicht schoneine andere Schönheit gewonnen! Denn was bedeutetedieser Traum anders? — Ach, warum leb' ich nunnoch? Warum härm' ich mich? O, wie reizend ist es,zu sterben, um dieses grausamen Lebens sich zu ent-ledigen! Sich zu entledigen dieser schändlichen undgefahrvollen Knechtschaft! Wenn Abrokomas seineSchwüre gebrochen, so mögen die Götter seinen Mein-eid nicht rächen; denn er hat's vielleicht aus Zwanggethan. Für mich aber wird's dessen ungeachtet im-mer rühmlich seyn, mit meiner Tugend unterzugehen."