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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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bestimmt war. Anthia kannte weder den Hippothous,noch auch dieser Anthien; und wenn er ja fragte, werund von wannen sie wäre, so sagte sie ihm die Wahr-heit nicht, sondern gab vor, sie war' eine Aegyptierinn,und hieße Memphitis.

Also befand sich nun Anthia beim Hippothous inder Räuberhöhle. Unterdessen ließ der Statthalter vonAegypten den Abrokomas vor sich bringen, erkundigtesich bei ihm, und erfuhr den ganzen Borfall. VonMitleid gegen sein vieles Unglück durchdrungen, be-schenkt' er ihn sehr reichlich, und versprach, ihn wiedernach Ephesus zu den Seinigen bringen zu lassen.Abrokomas dankt' ihm sehr lebhaft für seine Gewogen-heit, bat aber auch, daß er ihm lieber Anthien aufzu-suchen vergönnen möchte, wowider der Statthalter nichtseinzuwenden hatte. Diesemnach begab er sich mit sei-nen Geschenken auf ein Schiff, und segelte nach Ita-lien, in der Hoffnung, dort von Anthien Nachrichteinzuziehcn. Der Statthalter aber, welcher nun wußte,wie sich die Sache mit dem Araxus verhielt, ließ dieKyno einziehen und sie kreuzigen.

In Anthien verliebte sich unterdessen einer vonden Räubern, die sie bewachten, mit Namen Anchia-lus. Dieser Anchialus war mit dem Hippothous ausSyrien gekommen, und aus Laodicea gebürtig. Hip-pothous schätzt' ihn sehr hoch, weil er ein tapfererJüngling war, der unter den andern Räubern sehrviel galt. Dieser Liebhaber, der sich einen sehr leich-ten Sieg versprach, versuchte anfänglich mit Vorstel-lungen sein Heil, und wollte sie hernach vom Hippo-