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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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Mitleiden so gütig und so besorgt für ihn. Hieraufthat Korymbus dem Euxinus, einem andern Räu-ber, seine Liebe kund, und bat sich seine Hülse aus,wie er das Herz des Jünglings gewinnen könnte. Eu-xinus hört' ihn voll Freuden an; denn er härmte sicheben so um Anthien, in die er gleichfalls gewaltig ver-liebt war, und erzählte daher auch dem Korymbus seinAnliegen.Es ist doch recht schimpfliche Feigheit beiuns, sagt' er, daß wir, die wir uns in die Gefahrenwagen, in sicherer Muße nicht dessen genießen, waswir mit Mühe errungen. Wir können ja diese aus-wählen, und Apsyrtus muß sie uns ja wohl schenken."So sprach er, und ein Verliebter ließ sich leicht be-reden. Daher wurden sie einig, daß sich einer für denAndern bemühen, und er beim Abrokomas, und Ko-rymbus bei Anthien werben sollte. Diesen aber wardamals aller Muth gesunken; sie unterhielten sich oftund lange über die Zukunft, und schwuren einander,ihren Vertrag ewig zu halten. Korymbus und Euxinuskamen an, und gaben vor, sie hätten mit Jedem etwasHeimliches zu reden. Einer führte Anthien, und derAndere den Abrokomas bei Seite. Diese erbebten bisin ihr Innerstes, indem sie nichts Gutes vermuthendwaren. Euxinus sprach beim Abrokomas für den Ko-rymbus:Mit Recht, o Jüngling, thut dir dein Un-fall weh; denn du bist ein Sclave aus einem Freien,und ein Bettler aus einem Reichen geworden. Alleindas mußt du deinem Schicksal beimessen; daher fügedich in dein gegenwärtiges, und suche dir deine Ge-bieter durch Liebe zu gewinnen. Wisse, daß es in