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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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nahm seinen Platz ein. Das Schiff entschwamm demUser, und die Stimmen der Schiffenden und der Zu-schauer am Ufer schollen vermischt empor in die Lüfte.O ihr geliebten Kinder riefen diese, werden wireuch auch wieder sehen?" Und jene:Werden wireuch wohl wieder umarmen, ihr Aeltern?" BeiderLebewohl wurde von Thränen und Schluchzen begleitet.Zeder rief den Seinigen noch einmal beim Namen,um ihn desto stärker in's Gedächtniß zu fassen. Me-gamcdes nahm eine Schale, und indem er sie ausgoß,betet' er so laut, daß sie ihn im Schiffe hören konn-ten.Lebet tausend Mal wohl, meine Kinder, undentrinnet der Strenge der Weißagung! Möchten euchdoch die Ephesier wohlbehalten wieder empfangen!Möchtet ihr doch euer geliebtes Vaterland wieder er-reichen! Sollt' es aber anders ergehen, so wisset, daßwir den Jammer nicht überleben werden. Wir sendeneuch auf eine traurige, aber nothwendige Wander-schaft." So rief er, bis seine Stimme von Thränenerstickt wurde, da denn endlich das Volk zur Stadtkehrte, und den Aeltern, so viel möglich, Trost undMuth einzusprechen suchte.

Aber Abrokomas und Anthia lagen sich einanderin den Armen, und ließen ihren Gedanken den Lauf,bedauerten ihre Aeltern, und sehnten sich, bange vordem Orakelspruche, und voll Mißtrauen gegen dieFremde, nach ihrer Vaterstadt zurück. Diesen Taghatten sie glücklichen Wind, und nach vollbrachtemLaufe langten sie zu Samos, Zuno's heiliger Insel,an, wo sie erst Opfer und Gebet verrichteten, und

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