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Abrokomas Aeltern, Lykomedes und Themisto den täg-lichen Abfall seiner Schönheit, die Erschlaffung seinesjugendlichen raschen Muthes wahr, und wiewohl sieaus dem, was sie gesehen und gehört, allerlei Muth-maßungen machten, so war es ihnen doch unmöglich,die wahre Ursache mit Gewißheit zu ergründen. Ebenso bange wurde dem Megamedes und der Evippe, alssie Anthiens Reize, ohne zu wissen, wovon? so dahinwelken sahen. Man nahm zwar zu Priestern undWahrsagern seine Zuflucht, welche unter dem Gemur-mel allerlei unverständlicher Zaubersprüche den GeisternSühnopfer und Gaben darbrachten, indem das Uebel,nach ihrem Vorgeben, von den unterirdischen Götternhcrrührte! auch opferte und betete Lpkomedes täglich fürseinen Abrokomas. Aber da war keine Errettung fürKeinen von Beiden, die das Feuer verholner Liebe im-mer weiter aufzehrte. Als nun endlich Beide so gefähr-lich und zuletzt todt krank darnieder lagen, und nichtszu entdecken war, so beschlossen die Aeltern beider Lie-benden, sie zum Orakel zu senden, um dasselbe so-wohl um Ursache als Heilungsmittel der Krankheit zubefragen.
Diesem Entschlüsse zu Folge wurden sie nach demTempel des Kolophonischen Apollo, der unweit Ephesusin einer Entfernung von achtzig Stadien liegt, versendet,woselbst das Orakel Beiden eine gemeinschaftliche Weis-sagung in diesen Versen aussprach:
Beginn und Endschaft aller PeinIst dein, wie sein, und sein, wie dein,
Und bald sollt ihr erlöset sehn.