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Weil ich doch fürder nicht darf Gemahl ihn nennen,o, was für 365
Händen verläßt er nun die arme verlorene Dido?
Wehe mir! Soll mir die Stadt nun Pygamalionwieder zertrümmern?
Oder als Sclavinn mich für sein wohllüstiges Bette,Mich! Aeneens Geliebte! der trotzige Jarbas entführen?—Hätte doch nur mein Schooß vor dieser unseligenTrennung 370
Noch von dir ein Kind, der Lieb' ein Denkmahl, em-pfangen;
Spielte vor meinem Blick ein muthiger junger Aeneas,Liebster, von dir ein Bild! So keimte mir mindestensHoffnung;
Und ich dünkte so ganz mich nicht verwitwet undelend.
Also bat sie; doch er, gefaßt in Jupiters Willen, 375Stand mit gehaltnem Blick und unverwandelter Miene,Und verzwängte den Drang des Gefühls im schwellen-den Busen.
Endlich erwiedert er kurz: ich werde die Thaten derLiebe,
Rühmtest du deren auch mehr, o Gebieterinn! nimmerdir läugnen.
Großes verdienst du an mir! Auch soll der Gedank'an Elissen 380
Nie mein Herz gereun, so lang' ein Geist in mir denket,Und in den Adern noch sich regen die Pulse des Lebens.Hör' und entschuldige mich! Mit Nichten sucht' ich dir,glaub' es!