III. Dido.
Ein episches Gedicht; aus Virgils Aeneis gezogen *).
Schreiben an den Herausgeber des Deutschen Museums,statt der Vorrede.
Sollten Sie sich's vorstellen, mein Liebster, daß bei-liegendes Fragment eines epischen Gedichts Dido, wel-ches wir zu gewarten haben, von einem jungen Manneherrühre, mit dem ich von der Wiege an in der ge-nauesten Verbindung stehe, und von welchem ich erstjetzt bemerke, daß er Verse machen kann? Freilichkannte ich ihn schon längst als einen guten Kopf, ver-sehen mit allerlei feinen Kenntnissen, dem auch dasHerz nicht am Unrechten Flecke säße. Aber ein solchesProduct hätte ich mir dennoch nie von ihm träumenlassen. Er hatte Stolbergs und Bürgers Home-rische Proben und des Letzten antihcxametrische Abhand-lung im Deutschen Merkur gelesen, und wollte sich
*) Abgedruckt aus dem Deutschen Museum. I. Band.1777. S. 193.