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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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Saßen Ukalegon und Antenor, beide voll Weisheit,

Alle die Aeltsten des Volks, auf dem Söller des Skaii-schen Thores.

Alters halber ruhten sie zwar vom Kriege; doch galten 150

Sie als treffliche Redner. Den Grillen ähnlich imHaine,

Deren Silbergesang herab von den Bäumen ertönet,

Saßen die Fürsten der Troer jetzt auf dem Thurmedes Thores.

Als sie Helenen nun, die dem Thurme sich nahte, ge-wahrten,

Da raunt' Einer dem Andern die fliegenden Worte zuOhren: 155

Scheltcnswerth ist's nicht, wenn Troer sowohl, alsAchaier,

Um ein solches Weib so langes Drangsal erdulden.

Denn, fürwahr! sie gleicht Unsterblichen selber an Ansehn.

Aber, wie sie auch sey, so schiffe sie dennoch von hinnen,

Und erspare so uns, als den Unsrigen ferneres Unheil! 160Also sprachen diese. Doch Priamos rüste Helenen:

Komm doch trautes Kind, komm her, und setze dichzu mir,

Deinen ersten Gemahl, Verwandt' und Freunde zuschauen!

Keineswegs bist du mir Schuld; die Götter sind Schulddran!

Diese bestürmeten mich mit dem traurigen Kriege derGriechen. 165

Nenne mir doch einmal den wundergewaltigen Manndort!