Als er die weite Stadt durchwandelt war, 500
Hielt hart am Skäerthor, wodurch sein WegAu Felde ging, sein Weib, Andromache,
Die reiche Erbinn des erhabenenEetion, ihn aus. Eetion,
Der sie des erzbewehrten Hektars Hand 505
Vermahlt, bewohnte Theben, und gebotAls Fürst im waldigen HypoplakusDen tapsern Sassen von Cilicien.
Entgegen lief sie ihm; die Magd mit ihr,
Trug an dem Busen Hektars zarten Sohn, 510Den einzigen, schön, wie ein Nachtgestirn.
Sein Vater hieß das Kind Skamandrius;
Allein das Volk nannt' ihn Astyanax,
Weil Hektars Arm die Stadt allein verfocht.
Er sah sein Kind mit stummen Lächeln an. 515
Andromache trat weinend zu ihm hin,
Warf sich an seinen Busen, und begann:
Herztrauter Mann, fürwahr! dich fällt noch selbstDein Wagemuth! — Ach! rührt dich nicht dein Sohn,Und diese arme Gattinn, die nun bald 520
Wird Wittwe seyn? — Denn der Achäer SchaarWird bald vereint aus dich und deinen TodDen Anfall thun. Wie wohl mir, führ' ich nur,
So dein beraubt, gleich in die Gruft hinab!
Denn fürder wird, so du dem Tode fällst, 525
Nie Wonne, sondern Harm mein Leben seyn.
Mein Vater ist, die Mutter auch ist hin!
Ihn tödtete der Göttersohn Achill,
Als er die hochgethürmte Königsstadt
10