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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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Erstirbt. Doch willst du wissen meinen Stamm,

Der weit und breit auf Erden kündlich ist,

So höre! Tief im rossenahrenden

Argiverland, zu Ephpra, lebt' einst

Ein Mann aus Aeols Samen, Sisyphus, 205

Der weiseste vor seinem Volk. Der Mann

Zeugt' einen Sohn, so Glaukus hieß, und der

Den unbescholtenen Bellerophon.

Bcllerophon ward von den Himmlischen

Mit Schön' und holder Männlichkeit begabt. 210

Darob sann Prökus, der Gewaltigste

Der Argicr, so Zeus ihm unterjocht,

Auf seinen Fall, und stieß ihn aus dem Volk.

Denn Prötus Weib, Antäa, jung und schön,

Begehrte zu verhohlnen Lüsten sein. 215

Jedoch mit Nichten überredte sieDen weisen redlichen Bellerophon.

Da rief die Tricgerinn dem Prötus zu:

Stirb! Oder tödte den Bellerophon,

Der mein, o Fürst, zu schnöder Lust begehrt! 220Da Prötus das vernahm, ergrimmt' er sehr.

Zwar wagt' er selber nicht, aus Götterfurcht,

Des Frommen Tod; doch sandt' er ihn hinwegGen Lycien, mit einem Unglücksbrief,

Worin sein Untergang geschrieben war. 225

Den hieß er reichen seines Schwähers Hand,

Daß dieser ihm bereitete den Fall.

Und er zog fort, mit günstigem GeleitDer Götter, in das Land der Lycier.

Und als er kam in das bestimmte Land,

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